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Osteopathie für die Jüngsten: Einblicke in die Kinderostheopathie von Andreas Zapff von manutherapeuticum ZAPFF

13. März 2025

Die Gesundheit von Kindern ist ein fragiles Gut, das vor allem in den ersten Lebensjahren besonders geschützt werden muss. Dabei spielen präventive Maßnahmen und gezielte therapeutische Ansätze eine entscheidende Rolle, um langfristige gesundheitliche Probleme zu vermeiden. Kinderosteopathie bietet hier eine wertvolle Ergänzung zur klassischen Medizin, indem sie funktionelle Störungen frühzeitig erkennt und behandelt. In diesem Interview sprechen wir mit Andreas Zapff, einem erfahrenen Physiotherapeuten, Osteopathen und Heilpraktiker, der sich in seiner Praxis manutherapeuticum ZAPFF auf Kinderosteopathie spezialisiert hat. Herr Zapff gibt uns Einblicke in seine Arbeit und erklärt, wie Eltern die Gesundheit ihrer Kinder ganzheitlich fördern können.

Guten Tag Herr Zapff, wir freuen uns, dass Sie Zeit für das Gespräch gefunden haben. Können Sie sich bitte zunächst kurz vorstellen und uns etwas über Ihre Praxis und Ihren Hintergrund erzählen?

Andreas Zapff: Mein Name ist Andreas Zapff. Ich bin Physiotherapeut, Osteopath und Heilpraktiker und seit über 20 Jahren tätig. Seit 2017 betreibe ich eine Praxis mit Schwerpunkt Kinder- und Erwachsenenosteopathie. Mir ist es schon immer wichtig gewesen, meinen Patienten den Unterschied zwischen klinisch/pathologischen (also krankhaften) und funktionellen Störungen als Ursache von Beschwerden klarzumachen. Im ersten Fall ist der Körper schon krankhaft verändert. Hier ist primär eine klassische medizinische Therapie vonnöten.

Im zweiten Fall ist der Körper noch völlig gesund, die gestörte Funktionalität verursacht aber schon vielerlei Symptome. Hier kann die Osteopathie viel mehr bewirken als die klassische Medizin. Außerdem nehmen wir in unserer Praxis unsere Patienten mit und begleiten sie auf dem weiteren Weg zu lernen, im Alltag selbst für Ihre Gesundheit zu sorgen. Das ist für mich die beste Form der Prävention.

Was genau versteht man unter Kinderosteopathie und wie unterscheidet sie sich von der Osteopathie bei Erwachsenen?

Andreas Zapff: Kinderosteopathie ist eine Fachspezialisierung innerhalb der Osteopathie. Der bereits ausgebildete Osteopath durchläuft dabei eine zweijährige Ausbildung, in welcher vor allem genaue Kenntnisse über Fertilität, Schwangerschaftswunsch, Schwangerschaft und Geburt sowie die einzelnen Entwicklungsabschnitte von Säuglingen und Kindern vermittelt werden.

Was sind die häufigsten Beschwerden bei Kindern, die mit Kinderosteopathie behandelt werden?

Andreas Zapff: Eltern kommen mit ihren Säuglingen und Kindern wegen sehr unterschiedlichen Problemen zu uns. Um nur ein paar Beschwerdebilder zu nennen, die wir immer wieder im Praxisalltag sehen, zählen u.a. Schädelasymmetrien, häufige Mittelohrentzündungen, Mundatmung, Kopfschmerzen Trink- Saug- und Schluckstörungen, Koliken, Verstopfungen und Blähungen, sowie funktionelle Bein- und Fußgelenkstellungsanomalien und Entwicklungsverzögerungen.

Welche spezifischen Altersgruppen oder Entwicklungsphasen profitieren besonders von der Kinderosteopathie?

Andreas Zapff: Vom Säugling über Kleinkind, Schulkind, Teenager bis hin zum jungen Erwachsenen profitiert jede Altersgruppe von der Kinderosteopathie. Man kann die Entwicklungsschritte und deren Abweichungen in diesem Zeitraum sehr gut und effektiv über osteopathische Behandlungen beeinflussen, da ein junger Körper viel anpassungsfähiger ist als ein erwachsener.

Wie läuft eine osteopathische Behandlung bei Kindern ab und was sollten Eltern im Vorfeld beachten?

Andreas Zapff: Nach einer ausführlichen Anamnese zusammen mit den Eltern, erfolgt die funktionelle Befunderhebung des Kindes, um die individuellen Behandlungsschwerpunkte zu definieren. Anschließend folgt eine zielorientierte Behandlung. Die Eltern sind währenddessen anwesend und werden in die Behandlung mit eingebunden. Ziel ist es, dass sie nachvollziehen, wie wir vorgehen, was behandelt wurde und warum. Schließlich werden den Eltern nach der Behandlung in aller Regel Hilfestellungen, Tipps und Verhaltensmaßnahmen mitgegeben, damit sie das erreichte Behandlungsziel erhalten und womöglich noch verbessern können. Die Eltern sollten im Vorfeld genügend Zeit mit einplanen und sämtliche zu Verfügung stehenden ärztlichen Untersuchungsberichte (U-Heft) beim Ersttermin mitbringen.

Welche Rolle spielt die Prävention in der Kinderosteopathie und wie können Eltern dazu beitragen?

Andreas Zapff: Prävention spielt in der Osteopathie eine zentrale Rolle, so auch in der Kinderosteopathie. Über vorbeugende und regelmäßige Check-ups in den bestimmten Entwicklungsabschnitten können mögliche funktionelle Fehlentwicklungen entdeckt und bei rechtzeitiger Korrektur entsprechend negative Folgen verhindert werden. Eltern beobachten ihre Kinder naturgemäß sehr sorgfältig.

Das ist ein Vorteil, da ihnen schnell Ungereimtheiten im Alltag auffallen. Nur sind sie sich häufig unsicher, ob es sich dabei um ernste pathologische Beschwerden handeln könnten oder eher um funktionelle Störungen. Dann sollten sie zeitnah einen Termin beim Kinderosteopathen machen. Wir sind darin geschult, diese Unterschiede zu entdecken und können unsere Patienten dahingehend beraten und Orientierung bieten. Viele Eltern nutzen dieses Angebot sehr gerne.

Können Sie uns ein Beispiel aus Ihrer Praxis geben, in dem Kinderosteopathie besonders erfolgreich war?

Andreas Zapff: Wir haben immer wieder Kinder in unserer Praxis, die nach der Geburt eine Fehlstellung von Kopf und Körper in Form einer Vorzugshaltung (Kind dreht den Kopf fast ausschließlich in eine Richtung mit entsprechender C-förmiger Krümmung des Rumpfes) entwickelten. Wir konnten bei zeitnaher Behandlung diesen Kindern in kurzer Zeit sehr gut helfen, die Vorzugshaltung verschwand in vielen Fällen komplett.

Auch Schädeldeformitäten nach einem Geburtstrauma (wie zum Beispiel nach einer Saugglockengeburt) können mittels Osteopathie sehr gut behandelt und korrigiert werden. Somit können wir indirekt die Notwendigkeit der Anwendung von Helmtherapien (in solchen Fällen in der Medizin gerne verwendet) reduzieren.

Wie lässt sich die Kinderosteopathie mit anderen Therapieformen wie Physiotherapie kombinieren und welche Synergieeffekte entstehen dabei?

Andreas Zapff: Kinderosteopathie und Kinderphysiotherapie lassen sich hervorragend miteinander kombinieren! Die Osteopathie sorgt dafür, dass der menschliche Körper nach physiologischen und funktionellen Kriterien optimal aufgestellt wird. Die Physiotherapie verbessert dann mit ihren Übungen und Techniken Beweglichkeit, Kraft und Koordination des Körpers. Das steigert eindrucksvoll die Besserungskurve der Patienten – vor allem bei Kindern.

Wie sehen Sie die zukünftige Entwicklung der Kinderosteopathie und welche Trends beeinflussen diese?

Andreas Zapff: Die Kinderosteopathie in Deutschland findet unter der Bevölkerung immer mehr Anklang, vor allem wegen ihrer präventiven Eigenschaften. Damit folgt Deutschland einen allgemeinen Trend. In vielen Ländern wie z.B. England, Frankreich und den skandinavischen Ländern gehört die Kinderosteopathie zur Standardtherapie/-prävention. Aber auch in Australien, Lateinamerika und Nordamerika breitet sich der Bekanntheitsgrad der Osteopathie kontinuierlich aus.

Welche Ratschläge haben Sie für Eltern, um die Gesundheit ihrer Kinder ganzheitlich zu fördern?

Andreas Zapff: Den wichtigsten Ratschlag, den wir zu geben haben, ist: je früher die Prävention bei Kindern beginnt, desto eher können wir Einfluss auf mögliche Ursachen von Fehlentwicklungen nehmen. Damit können wir komplizierte und langwierige Therapien deutlich reduzieren. Im Zweifel ist es sicherlich sinnvoll, frühzeitig einen Kinderosteopathen aufzusuchen.

Vielen Dank für das Interessante Gespräch.

Über das manutherapeuticum ZAPFF
Das manutherapeuticum ZAPFF ist eine Praxis für Osteopathie, Kinderosteopathie, Physiotherapie und manuelle Schmerztherapie, idyllisch gelegen in einer Villa im grünen Stadtteil Gern/Nymphenburg, nahe dem Nymphenburger Kanal. Die Praxis zeichnet sich durch ihre Spezialisierung auf die Osteopathie aus, wobei der Fokus auf der Identifikation der primären Ursachen von Beschwerden liegt. Dies wird durch eine gründliche Anamnese, präzise manuelle Diagnostik und spezifische Testverfahren ermöglicht. Die Stärke der Praxis liegt in der Leidenschaft für die Osteopathie, fundierten Fachkenntnissen, jahrzehntelanger Berufserfahrung und einem tiefen Respekt für den Menschen und seine Gesundheit.


Weiteres in der Rubrik Sonstiges und auf der Seite Sonstiges in und um München.